Während meines Studiums der Sonderpädagogik und der Diplom Pädagogik an den Universitäten Gießen
und Dortmund habe ich mich bereits aktiv in den Interessengemeinschaften behinderter Studierender
für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und die Beseitigung architektonischer und
struktureller Barrieren eingesetzt.
Aufgrund meiner Betroffenheit ist mir als Rollstuhlfahrer die unbefriedigende Situation von
Behinderten im Studium noch nachhaltig im Bewusstsein. Nicht nur Ausgrenzung und Benachteiligung,
sondern die vielfältigen Erscheinungsformen latenter Diskriminierung in fast allen Bereichen sind
mir bekannt und führten dazu, dass ich im Januar 1986 das Angebot, eine Beratungsstelle für
behinderte Studierende am Hochschulstandort Bochum aufzubauen, annahm.
Ich begreife meine Tätigkeit nicht nur als Studienberatung für Behinderte und als eine Sonderform der
Vermittlung von Informationen über Studienordnungen, Prüfungsordnungen und gesetzliche Regelungen,
sondern empfinde eine solidarische Verpflichtung gegenüber behinderten Menschen, mein Fachwissen und
meine Erfahrungen für mehr Chancengleichheit von Behinderten im Bildungswesen einzusetzen.
Gerade in Zeiten eines Bundes- und Landesgleichstellungsgesetzes für behinderte Menschen sehe ich das
Servicezentrum für behinderte und chronisch kranke Studierende als einen wesentlichen Schritt hin zur
Verwirklichung einer Hochschule für alle.
Das Team des SZB,
Harry Baus,
Katrin Gabler,
Anita Heintel